Lärmkataster zeigt blau

Bei unserem heutigen Stammtisch wurde das Lärmkataster vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Karte, bei der die jeweiligen Lärmschwellenwerte farblich gekennzeichnet sind.

Den höchsten Lärmpegel über 24 Stunden erreichen die B51 mit einen Pegel größer 75 dB (A), in der Karte blau und die Zaunhofstr. mit einem Pegel von über 70 dB (A), in der Karte lila gekennzeichnet. Durch die Ortsumgehung verlagert sich der Lärm zwar. Allerdings wird durch das dann zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen und die höhere Geschwindigkeit der Lärmpegel  außerhalb des Ortes ansteigen. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die westlichen Ortsteile. Diese sind jetzt schon vom Lärm der Bahnverbindung mit Werten von 45 db (A) betroffen. (Lärmkarte1), (Lärmkarte2)

Wenn man sich nun die neueste Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation WHO anschaut, stellt man fest, dass der neue Grenzwert für gesunden Schlaf von 40 db (A) überschritten ist. Hier geht es zur Leitlinie.

Alle oben genannten Werte beziehen sich auf den Ist-Zustand. Ohne Maßnahmen zur Lärmminderung wird durch den Ausbau der Bahnstrecke und der Ortsumgehung die gesamte Lärmbelastung steigen. Zur Ortsumgehung gibt es zwar keine Alternative. Allerdings muss ein Anstieg der Lärmbelastung für die Bevölkerung vermieden werden. Eine Projektgruppe wird sich darum kümmern.

Ein weiteres Thema war die Verkehrsberuhigung der Engeldorfer Str. und deren Auswirkungen auf die Spielstraße Im Rheintal und die Südstr.. Der Anwohner Herr Dortmann trug vor, dass häufig Fahrzeuge mit erhöhter Geschwindigkeit durch die Spielstraße fahren. Die restlichen Besucher des Stammtisches stimmten zu, dass etwas geschehen müßte. Der Vorschlag, eine Sperre zur Vermeidung des Durchgangsverkehrs zu errichten, wurde skeptisch aufgenommen. Es gibt bereits genügend Einbahnverkehr im Ort.

Beim Großteil der Fahrzeuge handelt es sich wahrscheinlich um Vermeidungsverkehr für die Engeldorfer Str. Die dortigen Aufpflasterungen können mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit nicht überfahren werden. Als Anwohner hat man durch ständige Nutzung einen erhöhten Verschleiß und vorzeitige Reparaturen an den Fahrzeugen sind die Folge. 

Darüber hinaus können die Busse die Schwellen ohne Tempodrosselung überfahren. PKWs sind hingegen zum mehrfachen Beschleunigen und Abbremsen gezwungen. Auch aus ökologischer Sicht macht damit die vorhandene Beruhigung keinen Sinn.

Eine Projektgruppe soll hier Alternativen prüfen.

Neben den gebotenen Informationen kam auch der Meinungsaustausch nicht zu kurz. Gegen 21:30 verabschiedeten sich die Teilnehmer um einige Erkenntnisse reicher geworden.

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Datum: Donnerstag, 22. Oktober 2009 13:41
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