

19 Teilnehmende diskutierten beim Stammtisch am 7. Oktober mit dem Abschnittsleiter des Verkehrsdienstes für Rodenkirchen über Falschparker, Geschwindigkeitsüberschreitungen und mögliche Verbesserungen.
Wie sicher ist der Verkehr in Meschenich? Wo wird regelmäßig falsch geparkt, wo zu schnell gefahren und was lässt sich dagegen tun? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Stammtischs am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026. Als besonderen Gast begrüßten wir Christian Plumm, den Abschnittsleiter des Verkehrsdienstes für den Bereich Rodenkirchen. Insgesamt nahmen 19 Menschen an dem Abend teil.
Falschparker und zu schnelles Fahren
Die Diskussion zeigte deutlich, wo viele Meschenicherinnen und Meschenicher Handlungsbedarf sehen. Besonders häufig wurden Falschparker kritisiert. Auch Autofahrende, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen in den verschiedenen Tempo-30-Zonen halten, waren ein großes Thema. Dabei wurden konkrete Straßen und Stellen benannt, an denen sich die Verkehrssituation aus Sicht der Teilnehmenden verbessern muss.
Es gab allerdings auch positive Rückmeldungen: An der Grundschule ist die Polizei fast jeden Morgen präsent, um Falschparker aufzuschreiben. Das zeigt, dass Kontrollen wahrgenommen werden und ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheit sind.
Begrenzte Zuständigkeiten und wenig Personal
Herr Plumm erläuterte im Gespräch, dass der Verkehrsdienst nicht für sämtliche angesprochenen Probleme zuständig ist. Je nach Situation sind auch andere Stellen gefragt, beispielsweise der Ordnungsdienst oder die Polizei.
Hinzu kommen begrenzte personelle Ressourcen: Für den gesamten Bezirk Rodenkirchen stehen dem Verkehrsdienst durchschnittlich fünf Mitarbeitende pro Tag zur Verfügung. Das schränkt die Möglichkeiten ein, überall gleichzeitig zu kontrollieren und auf Hinweise zu reagieren.
Für uns bedeutet das: Es braucht konkrete Meldungen, eine gute Abstimmung zwischen den zuständigen Stellen und einen Austausch darüber, wo die Probleme besonders dringend sind.
Diese nächsten Schritte sind geplant
Aus dem Stammtisch sind mehrere konkrete Vorhaben entstanden.
1. Gemeinsamer Rundgang durch Meschenich
Wir von aktiv für Meschenich werden einen Rundgang vorbereiten und dazu den Verkehrsdienst, den Ordnungsdienst und die Polizei einladen. Ziel ist es, die angesprochenen Schwerpunkte direkt vor Ort anzuschauen und gemeinsam zu besprechen, welche Maßnahmen möglich sind. Wenn Ihr Hinweise habt, wo wir vorbei kommen sollen, schreibt uns gerne eine Nachricht.
2. Bitte um mehr Geschwindigkeitskontrollen
Die von den Teilnehmenden und die vorher bei Facebook genannten Straßennamen haben wir in einer Liste zusammengetragen und an Herrn Plumm geschickt. Damit haben wir um verstärkte Geschwindigkeitskontrollen an den betreffenden Stellen gebeten.
Im Gespräch wurde zugleich darum gebeten, nicht sofort öffentlich vor jeder angekündigten oder beobachteten Geschwindigkeitskontrolle zu warnen. Solche Hinweise können die Wirkung der Kontrollen beeinträchtigen.
Verstöße melden: So können wir helfen
Ein wichtiger Hinweis von Herrn Plumm war, dass Verstöße möglichst direkt bei der Einsatzleitzentrale gemeldet werden sollten. So können entsprechende Nachweise vorliegen und die Hinweise in die weitere Arbeit einfließen.
Die Nummer vom Ordnungsamt: 0221 221-32000.
Das gilt auch für ein Problem, das vielen vermutlich bekannt ist: Wenn der Busstreifen an der Bushaltestelle „Am Kölnberg“ wieder zugeparkt ist, kann der Verstoß unter dieser Nummer gemeldet werden. Wer Verkehrsverstöße beobachtet, sollte möglichst konkrete Angaben machen können – insbesondere zum Ort und zur Art des Verstoßes. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen helfen Angaben dazu, auf welcher Straße und in welchem Abschnitt das Problem auftritt.
Wir bleiben am Thema dran
Der Stammtisch hat gezeigt, wie sehr das Thema Verkehr die Menschen in Meschenich beschäftigt. Die Diskussionen waren teilweise hitzig, aber sie haben auch konkrete Hinweise und nächste Schritte hervorgebracht. Mit dem geplanten Rundgang und der Bitte um verstärkte Geschwindigkeitskontrollen wollen wir dazu beitragen, dass die angesprochenen Probleme vor Ort geprüft werden.
Wir bedanken uns bei Herrn Plumm und allen 19 Teilnehmenden für den offenen Austausch. Wir werden weiter an dem Thema arbeiten und über die nächsten Schritte berichten.